Interview mit Marc Raffel, Teammanager des TC BW Neuss und Sprecher der 1. Tennis-Point Bundesliga.
Marc Raffel
Redaktion: Marc, wie hat sich die Tennis-Point Bundesliga nach den ersten Spieltagen aus deiner Sicht bisher präsentiert? Raffel: Sehr, sehr gut! Die Qualität der Begegnungen ist außerordentlich gut, die Präsentation der Matche ist hervorragend. Das macht Lust auf mehr.
Redaktion: Der Slogan der Liga lautet "Weltklasse im Club", wird die Liga dem gerecht? Raffel: Ja. In den ersten Spieltagen haben die Zuschauer Spieler der absoluten Weltklasse auf den Courts gesehen. Allein in der Begegnung Halle-Neuss waren drei Top 50 Spieler und 8 Top 130 Spieler zu sehen, Halle präsentierte auch bereits Nicolas Kiefer, ein deutsches Aushängeschild in der internationalen Tennisszene, das ist fantastisch! Mit Philipp Petzschner agiert sogar ein aktueller Wimbledonsieger in den Reihen der Tennis-Point Bundesliga Teams.
Redaktion: Bist Du mit den Zuschauerzahlen und der Öffentlichkeitsarbeit der Liga zufrieden? Raffel: Die Hitze der letzten Tage und Woche haben auf den Anlagen bisher sicherlich neue Zuschauerrekorde verhindert, die Besucherzahlen sind dennoch zufriedenstellend. Ein Extralob bekommt unsere Öffentlichkeitsarbeit, die viel, viel besser geworden ist. Unsere Homepage ist sehr gut und informativ, stets aktuell, der "Livescore" im Internet kommt sehr gut an. Wir waren noch nie so weit wie heute.
Redaktion: Wie schätzt Du die aktuellen Kräfteverhältnisse in der Liga ein? Wer wird denn Deutscher Meister? Raffel: Unser aller Prognosen scheinen sich zu bestätigen. Es führt kein Weg vorbei an Halle, Aachen und Düsseldorf. Diese drei Teams sind äußerst stark besetzt. Ich wünsche jedoch den Mannschaften aus Mannheim und Neuss, dass sie so lange wie es eben geht an den Favoriten dran bleiben.
Redaktion: Bist Du mit dem Abschneiden von BW Neuss bisher zufrieden? Raffel: Ja und Nein. Wir hatten in Halle etwas Pech und haben dort zum Auftakt einen Punkt liegen gelassen. Nach dem überzeugenden Sieg gegen Nürnberg sind wir in unserem Schwung allerdings beim 3:3 Unentschieden in Krefeld wieder etwas gebremst worden. Dort hatten wir uns mehr ausgerechnet. Wie ich bereits sagte, versuchen wir so lange es geht Kontakt zur Spitze zu haben. Höhepunkt der Saison für uns sind sicherlich die Heimspiele gegen Aachen und Düsseldorf.
Redaktion: Die Tennis-Point Bundesliga scheint gut zu funktionieren, was gibt es trotzdem noch zu verbessern? Raffel: Wichtig ist ein Schulterschluss zwischen der Liga, den großen Turnieren in Deutschland und dem DTB. Hier gibt es noch enormes Verbesserungspotenzial. Ich habe den Eindruck, dass jeder hier nur sein „Süppchen“ kocht und viel zu wenig das Spitzentennis an sich im Visier hat. Den deutschen Spielern, den Sponsoren und der Öffentlichkeit wäre gedient, wenn man hier mehr gemeinsam handeln würde.
Redaktion: Marc, vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Stephan Frings






